11. Februar 2011 in Kategorie: Zahnmedizin
Was dem Schweizer sein Sackmesser ist, das ist dem Amerikaner sein Leatherman. Aber was hat ein Multifunktionswerkzeug mit Wundversorgung und der Zahnmedizin zu tun?
Redaktion
So vielseitig wie ein Schweizer Taschenmesser (übrigens bei den Eidgenossen Sackmesser genannt, weil es im Hosensack getragen wird) ist auch das Multifunktionswerkzeug „Leatherman“ aus Oregon/USA. Es gibt kaum ein Einsatzgebiet, bei dem das Multitool nicht eingesetzt werden könnte. Das gilt auch für EPIGLU®, womit wir schon bei der Zahnmedizin wären.
Mit dem Messer den Zahn ziehen
Ich meine das jetzt allerdings nur allegorisch und möchte Sie auf keinen Fall dazu ermutigen, mit der Zange des Leatherman einen Zahn zu ziehen - obwohl das eigentlich auch gehen müsste! Nein, ich wollte lediglich den Bogen spannen zu den vielen Einsatzmöglichkeiten des Ethyl-2-Cyanoacrylat- Wundklebers von Meyer- Haake. Und da sind wir schon mitten im Thema. Was fürchtet ein Patient? Komischerweise das „Fäden ziehen“ nach einer die Wunde verschließenden Naht. Natürlich wissen Sie genau so gut wie ich, dass Fäden ziehen (wenn der Patient still hält und die Schere scharf ist) kaum zu spüren ist, aber die Patienten können ihre Ängste selbst durch unser beruhigendes Zureden kaum überwinden. Da könnte nur eins helfen: Die Wunde kleben statt nähen, damit entfällt das Fäden ziehen.
Was drauf tun
Die Optik ist ebenfalls ein nicht zu unterschätzendes Kriterium. Wulstige Narben sind vor allem im sichtbaren Bereich eher unattraktiv. Epiglu ® dagegen vermeidet fast vollständig eine unerwünschte Kelloidbildung. Und wie ist es bei Ihnen mit der Therapie von Aphthen? Nach vielen Jahren Praxis halte ich es mit dem Spruch „ohne Behandlung dauert es sieben Tage, bis die Aphthe verschwunden ist, mit „was drauf“ eine Woche“. Allerdings „ohne“ ist das Ertragen für unsere Patienten schon eine Tortur. Applizieren Sie hingegen EPIGLU® aus der Single Dose-Packung mit der Einmal-Feindosierpipette, schaffen Sie sofortige Schmerzfreiheit.
Nicht vermeiden
Zurück zum Nähen: Natürlich kann man bei tiefen Wunden, wenn eine subkutane Naht erforderlich ist, auf sie nicht verzichten. So wurde beispielsweise bei meiner Frau kürzlich eine Probeexzision wegen des Verdachts auf ein Melanom durchgeführt, was eine solche Naht erforderlich machte. Die oberflächliche Wundversorgung kann dann trotzdem mit EPIGLU® erfolgen und ein weiterer Termin zum Fäden ziehen entfällt. Unabhängig von ihrer Länge können ansonsten alle Schnitt-, Platz und Operationswunden die nicht mehr bluten, nicht entzündet oder nicht älter als 6 Stunden sind, geklebt werden.
Aber womit soll ich kleben?
Es ist schon ein alter Kalauer, wenn meine Patienten ihren „Pattex“ mitbringen wollen, weil eine Krone oder ein Inlay herausgefallen ist. Dabei ist es gar nicht so einfach, ihnen etwas über die Biokompatibilität von Kleber und menschlichem Gewebe zu erzählen. EPIGLU® ist ein Medizinprodukt Klasse IIb und verfügt über optimale Eigenschaften, was die Verträglichkeit des Klebers mit menschlichem Gewebe anbelangt. Der bereits seit 1995 zugelassene Wundkleber wird nach Angaben des Herstellers Meyer-Haake in Deutschland und vielen anderen Ländern bis hin nach Australien eingesetzt. Allergien sind nicht bekannt geworden.
EPIGLU® in der Anwendung
Nähen ist in einigen Fällen genauso „von gestern“ wie etwa die Totalprothese. Implantate sind heute Standard. Allerdings muss der Implanteur häufig schon etwas mehr können, als ein Loch für den Dübel in den Knochen zu bohren. Oft muss augmentiert werden, um entweder verlorenen Knochen wieder aufzubauen oder um ihn überhaupt erst „herzustellen“, damit genügend bundle bone für die künstliche Zahnwurzel entsteht. Für das Augmentieren stehen unzählige Materialien zur Verfügung. Sie einzubringen ist ein Leichtes. Ob sie aber „drinbleiben“ ist eine andere Frage. Wir wollten auf Nummer sicher gehen und haben das Augmentat sowie die Membran geklebt. Schauen Sie sich mal die Bilder an und entscheiden Sie dann selbst, ob wir richtig behandelt haben.
Bekannt für umfassende Informationen
Meyer-Haake Medical Innovations ist bekannt für ausführliche Informationen. Laden Sie sich doch einfach mal den kompletten vierseitigen Prospekt EPIGLU® aus dem Internet unter www.meyer-haake.com (Download oben rechts) herunter. Auf Seite 2 werden alle Ihre Fragen, die Sie zum „Kleben statt Nähen“ haben könnten, ausführlich beantwortet. Auf der CD, die Ihnen von der Firma Meyer- Haake zusammen mit weiteren Unterlagen auf Anforderung zugesandt wird, erhalten Sie neben nützlichen Tipps viele medizinische Anwendungsbeispiele. Praktisch ist, dass EPIGLU® in Tuben mit 3 g zum Mehrfachgebrauch und in Single Dose-Verpackungen mit 0,3 ml Inhalt für die Einmalanwendung mit der raffinierten Feindosierpipette angeboten wird. Das Auftragen in und außerhalb der Mundhöhle ist einfach. Bei Tiefkühllagerung ist das Produkt 3 Jahre lagerstabil, wobei keine Auftauzeit notwendig ist. Da geht man kein Risiko ein.
Steril für die Druckstelle
Kreuzkontaminationen werden vermieden, weil EPIGLU® aus der OP-Packung mit sterilen Applikationshilfen, bestehend aus einer sterilen Trägerplatte und einer sterilen Einweg-Feindosierpipette, aufgetragen wird, die nach Gebrauch entsorgt werden. Aber EPIGLU® stellt ohnehin keinen Nährboden für Keime dar, im Gegenteil, es wirkt sogar hemmend auf eingebrachte Keime. Wie, Sie meinen Sie hätten nicht so viele zu versorgende Wunden in Ihrer Zahnarztpraxis? Ich habe es auch sehr erfolgreich, wie bereits gesagt, als „Wundverschluss“ bei Aphthen und bei Dekubitus als Folge von Druckstellen bei Prothesenänderungen (Reparaturen, Unterfütterungen, Knochenabbau) eingesetzt. Und dann gibt es dann ja noch die kleinen Verletzungen im beruflichen und privaten Umfeld. Über eine geklebte Wunde können Sie jederzeit einen Handschuh ziehen, über ein Pflaster ist das schon schwieriger.
Für alle Eventualitäten gerüstet
Dass EPIGLU® in der Tube preisgünstiger ist als eine Nadel-Faden- Kombination, sollte nicht der alleinige Entscheidungsgrund für seine Anwendung sein. Ich habe genügend andere genannt. Vielleicht finden Sie ja selbst noch mehr? Sie wissen doch: Zahnärzte und Zahnärztinnen sind innovativ. Herr Tim S. Leatherman kam einem on dit zufolge auf die Idee sein Multitool zu entwickeln, weil er auf einer Europareise eine Panne mit seinem Fiat 600 hatte und schmerzlichst das Bordwerkzeug vermisste. Sie sollten für alle Fälle das biokompatible Material EPIGLU® von Meyer-Haake GmbH Medical Innovations in der Praxis haben. Dann sind Sie für alle Eventualitäten gerüstet.
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