02. November 2010 in Kategorie: Zahnmedizin
Das neue Komplettset von VOCO zum Chairside-Bleachen -
Schönheitsideale sind sicherlich auch kulturabhängig. Für uns kaum vorstellbar, dass es zum Beispiel in Japan vom 11. Jahrhundert bis weit hinein ins 19. Jahrhundert seitens der Oberschicht die weit verbreitete Sitte des Zahnschwärzens („Ohaguro“) gab. Mit schwarzer Tinte gefärbte Zähne galten im „Land der aufgehenden Sonne“ als ästhetisch und Zeichen eines privilegierten gesellschaftlichen Standes. Andere Länder, andere Sitten ...
... und die Zeiten ändern sich. In unserem Kulturkreis legt man heute auf möglichst verfärbungsfreie, gepflegte Zähne wert, die einer natürlichen Ästhetik entsprechen. Zahnaufhellung mittels Bleaching erfreut sich daher zunehmender Beliebtheit und wird in verschiedenen Varianten angeboten. So gibt es neben dem Homebleaching auch die Chairside-Zahnaufhellung in einer Praxissitzung.
Perfect Bleach Office – eine wirksame, sichere und komfortable Alternative
Fachgerecht durchgeführtes Chairside-Bleaching ist unschädlich für die Zähne und andere orale Strukturen. Manchmal allerdings berichten Patienten nach einer Aufhellungsbehandlung von Überempfindlichkeiten der Zähne und gereiztem Zahnfleisch, auch wenn die Behandlung vermeintlich korrekt vorgenommen wurde. Perfect Bleach Office von VOCO (Bild 1) ermöglicht dagegen die schnelle, effektive Aufhellung verfärbter Zähne bei gleichzeitig wirksamem Schutz der Gingiva. Denn das Komplettset enthält neben einem Bleichgel mit 27-prozentiger Wasserstoffperoxid- Konzentration einen Composite-basierten Gingivaschutz (LC Dam), der mühelos appliziert werden kann, die Gingiva auch in den Interdentalpapillen passgenau abdeckt, während der Behandlung nicht verrutscht und sich nach dem Bleaching in einem Stück entfernen lässt. Bei diesem Gingivaschutz kommt es zudem bei der Lichthärtung zu keiner unangenehmen Erwärmung des Materials. Abgesehen davon benötigt man hier für das Bleichgel kein Polymerisationsgerät oder gar eine spezielle Bleaching-Lampe, sodass es auch nicht zu irreversiblen Pulpairritationen durch Wärmeeinwirkung kommen kann. Damit stellt Perfect Bleach Office eine ebenso wirksame wie sichere und zugleich komfortable Alternative zu anderen Chairside-Bleaching- Produkten dar.
Die Anwendung
Es wurde 48 Stunden vor dem Bleaching eine PZR durchgeführt. Dieser schloss sich eine Applikation des farblosen Fluoridlacks Bifluorid 12 (VOCO) an, um eine nachhaltige Tiefenfluoridierung zu erzielen und eventuellen Hypersensibilitäten vorzubeugen (Bild 2). Bifluorid 12 eignet sich besonders für den Einsatz im Vorfeld des Bleaching, weil es auf einer Lackgrundlage aus natürlichen Rohstoffen basiert und keine Sperrschicht auf der Zahnoberfläche bildet. Die hier verwendete SingleDose ermöglicht eine ebenso praktische wie besonders hygienische Applikation.
Den Auftakt des Bleaching bildet die Feststellung der Zahnfarbe, die in diesem Fall nach jahrelangem Teekonsum als A4 definiert wird (Bild 3). Es folgt das Auftragen des Composite- basierten Gingivaschutzes LC Dam mittels der nachlauffreien, nichttropfenden NDT®-Spritze. Mit dieser lässt sich der Gingivaschutz einfach, schnell und sauber bis in die Interdentalpapillen auftragen, sodass ein optimaler Schutz des Zahnfleisches vor Irritationen gewährleistet ist (Bild 4).
Anschließend wird der LC Dam lichtgehärtet (Bild 5). Applikation und Polymerisation des LC Dam erfolgen segmentweise bis die Gingiva komplett abgedeckt ist (Bild 6). Nun wird das hochvisköse Bleaching-Gel aufgetragen (Bild 7). Mit seiner Konsistenz garantiert es sicheren Halt auf der Zahnoberfläche und sorgt ohne weiter aktiviert werden zu müssen innerhalb von nur zehn Minuten für die Oxidation eingelagerter Farbstoffe ohne die Zahnhartsubstanz oder Restaurationen anzugreifen. Das Bleichgel wird mit der praktischen QuickMix-Spritze appliziert, wodurch Mischfehler ausgeschlossen sind und nur die jeweils benötigte Menge zum Einsatz kommt. Nach zehnminütiger Einwirkzeit (Bild 8) wird das Bleichgel zunächst mit einer chirurgischen Absaugkanüle von den Zähnen abgesaugt. Verbleibende Reste werden mit Gaze oder einem Wattepellet entfernt. Anschließend erfolgt mit der Mehrfunktionsspritze gründliches Absprühen unter gleichzeitigem Absaugen (Bild 9). Der Gingivaschutz lässt sich hernach unkompliziert in einem Stück mit der Sonde entfernen (Bild 10).
Der Aufhellungserfolg um fast eineinhalb Farbstufen kann sich sehen lassen (Bild 11). Abschließend wird noch mit einem Polierkelch die Zahnpflegecreme Remin Pro (VOCO) auf den Zähnen einmassiert (Bild 12). Mit ihrem Gehalt an Hydroxylapatit und Fluorid fördert diese Creme zum einen die natürliche Remineralisation und unterstützt damit die Stärkung des Zahnschmelzes.
Zum anderen legt sich Remin Pro wie ein Schutzfilm auf die Zahnhartsubstanz und beugt so nicht nur Hypersensibilitäten vor, sondern erschwert auch die Ablagerung bakterieller Beläge. Außerdem sorgt Remin Pro für ein angenehmes Mundgefühl, in diesem Fall mit Erdbeergeschmack – die ideale und aromatische Abrundung eines effektiven und sicheren Office-Bleaching.
Weitere Informationen
Dr. med. dent. Hans Sellmann
Langehegge 330
D-45770 Marl
E-Mail:
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