17. Februar 2010 in Kategorie: Zahnmedizin
Der Einsatz des Einzelnen bei der häuslichen Mundhygiene ist von einer ganzen Reihe von Faktoren abhängig. Ein nicht selten hierbei von fachlicher Seite unterschätzter Faktor ist das persönliche Empfinden des Pflegenden, welches durch die dabei verwendeten Zahnpasten und Mundspüllösungen ausgelöst wird, respektive nach dem Reinigen hinterlassen wird.
Dr.Markus Th.Firla
Professionelle Prophylaxe : häusliche Mundhygiene = 4 : 730
Die Faktoren, die den Patienten dazu bringen, sich in der zahnärztlichen Praxis einer konsequent verfolgten professionellen Prophylaxe zu unterziehen, sind in einigen Punkten doch deutlich unterschiedlich von denjenigen, welche das erfolgreiche Beibehalten einer effektiven häuslichen Mundhygiene bewirken (Abb. 1,2).
In diesem Zusammenhang darf an dieser Stelle eine leider sehr häufig – sowohl vom Patienten selbst als auch von manch einem zahnmedizinischen Prophylaxeleistungserbringer – unterschätzte Aufwand-Kosten-Nutzen-Relation erstellt werden. Nein, es geht nun hier nicht ein erneutes Mal um die kalkulatorische Abhandlung, was eine professionelle Zahnreinigung (PZR) in der zahnärztlichen Praxis den Patienten kosten darf oder kosten muss, um vernünftigen betriebwirtschaftlichen Überlegungen gerecht zu werden. Nein. Es soll hier die Wertigkeit der eigenen, täglich durch den Patienten selbst erbrachten, Mundhygienemaßnahmen gewürdigt werden. Betrachtet man diese Thematik auf der Grundlage der 2006 von Dialego Market Research Online (www.dialego.de) durchgeführten Befragung von 1000 Verbrauchern hinsichtlich ihrer generellen Einstellung zur – und dann letztendlich auch tatsächlich praktizierten – Zahnpflege (Abb. 3), dann kommt deutlich zum Vorschein, was auch aus der Sicht der langjährigen zahnärztlichen Tätigkeit in eigener allgemeinzahnärztlicher Praxis vom Autor nur bestätigt werden kann:
- Fast die Hälfte (43 %) aller Befragten habe noch nie eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) durchführen lassen.
- Erst mit zunehmendem Alter (30 und älter) wird das Angebot der PZR häufiger angenommen.
- 95 % der Befragten putzen sich bis zu dreimal täglich die Zähne; 65 % dieser Gruppe, also die überwiegende Mehrheit stets zweimal am Tage.
Naturgemäß sind bei der Beleuchtung der seitens des Patienten gewohnheitsmäßigen Inanspruchnahme zahnärztlicher Untersuchungen und damit verknüpfter Professioneller Zahnreinigungen noch weitere Aspekte zu berücksichtigen, wie etwa die soziale Schicht, der ein Befragter angehört, dessen Schulbildung bzw. Berufsausbildung und auch sicherlich die kulturell-ethnische Herkunft des Betreffenden. Was auch von der Erhebung „Mundgesundheit“ des Robert Koch-Institutes als „Gesundheitsberichterstattung des Bundes“ derart differenziert gesehen wird (Abb. 4).
Ebenso von großer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang auch die Genauigkeit und diagnostische Güte der zahnärztlichen Untersuchung. Nur durch ein gezieltes Erkennen und gegebenenfalls zweckorientiertes Einleiten von prophylaktischen oder gar prophylaktisch-therapeutisch orientierten Aufklärungen, Unterweisungen und Maßnahmen zur – je nach Erfordernis – Erhaltung, Verbesserung oder Wiedererlangung einer gesundheitsbewussten Mundhygiene kann der Patient auch wissen, welche der angebrachten Dienstleistungen er als für sich vorteilhafteste zahnärztliche Vorsorgemaßnahme eingehen sollte, und – insbesondere – wie häufig. Genauso verhält es sich mit der häuslichen Mundhygiene des Patienten. Erfreulicherweise belegt die schon genannte Dialego- Erhebung, dass nahezu drei Viertel aller Patienten beim Zahnarzt bereits über die richtige Putztechnik informiert wurden.
Aus diesen Erkenntnissen lässt sich schlussfolgern, dass für die Erzielung, respektive die Erhaltung einer verlässlichen Zahn- und Mundgesundheit die häusliche Mundhygiene des Patienten einen ganz wesentlichen Einflussfaktor darstellt. Etwas überspitzt ließe sich sogar aufzeigen, dass 4 Professionelle Zahnreinigungen (eine PZR pro Quartal) (760) häuslichen Zahn- und Mundreinigungen (2 pro Tag über das gesamte Jahr) entgegenstehen. Wobei, aus der Praxis und dem Kenntnisstand des Autors nach gesprochen, Patienten, die sich – ohne zwingenden, erkrankungsbedingten Grund – viermal im Jahr eine PZR gönnen, eher selten anzutreffen sind.
Der instruierte und motivierte Patient
Ist der Patient also erst einmal genau instruiert – und nicht zu letzt auch zielgerichtet motiviert –, mit welcher Zahnputz- und Mundhygieneplflege-Technik er vorzugehen hat, und welche mechanischen Hilfsmitteln (geeignete Zahnbürste, Zahnseide, Zahnzwischenraumbürstchen, Zungenreiniger, Munddusche etc.) hierbei den benötigten Reinigungserfolg sichern, dann bleibt noch die richtige Auswahl zweckdienlicher „Dentrifizien“. Hierunter sind sämtliche flüssige, pasten- oder gelförmige Zubereitungen (Zahn- und Mundspüllösungen, Zahnpaste bzw. Zahncreme, wirksame Gele und sonstige Zubereitungen) zu verstehen, welche eine vorteilhafte Putz- sowie bewährte Schutzwirkung auf Zähne, Parodontium und Mundschleimhaut ausüben helfen. Gerade Patienten, die über die Ursachen und die langfristig schädigenden Auswirkungen Ihrer Zahnfleischprobleme informiert sind, zeigen in aller Regel eine hohe Bereitschaft, selbst etwas gegen diese Probleme zu tun. Im Rahmen dieser Bestrebungen ist festzustellen, dass derartig Engagierte für ihre speziellen Probleme auch Spezialpräparate zur Verfügung haben möchten und keine Massenprodukte. So gebrauchen nach der bereits genannten Erhebung durch Dialego die Befragten zu
- 72 % Zahnpasten mit Fluorid
- 39 % Mundwasser
- 19 % Zahnspülungen
- 7 % remineralisierende Gele und
- 6 % zusätzlich Fluorid (Fluoride enthaltende Flüssigkeiten bzw. Gele) zur Zahnpasta
Bei diesen vorbeugenden Produkten ist aus Sicht der Anwender besonders wichtig, dass Zahnpasten einen unproblematischen RDA-Wert (Radioactive Dentin Abrasion zwischen 30 und maximal 80) aufweisen, also somit keine abrasive, sprich schädigend abtragende,Auswirkung beim Reinigen auf die natürliche Zahnhartsubstanz haben.
Ebenso von Bedeutung ist, dass die zum Einsatz gelangenden Produkte – im Rahmen all ihrer antibakteriellen Wirkung – gegenüber der Gingiva gewebefreundlich sind und darüber hinaus eine das Zahnfleisch schonende, dabei – soweit äußere Einflüsse ursächlich sind – parodontalen Erkrankungen vorbeugende Pflegewirkung besitzen. Ersteres wie Letzteres sollten bei Produkten zur häuslichen wie auch professionellen Mund- und Zahnhygiene im Grunde als selbstverständlich angesehen werden. Ist es aber nicht; man denke nur an die Auswirkungen von zu hohen, also klinisch relevanten, Zusätzen waschaktiver Substanz und deren potentiell gewebebeeinträchtigende Wirkung als Detergentium. Nicht zuletzt – und für den Patienten von ganz erheblicher Wichtigkeit – ist der „Geschmack“ eines Mittels, welches bei der Mundhygiene Verwendung findet, entscheidend, ob dieses langfristig bei der häuslichen oralen Reinigung eingesetzt wird. Obwohl dieser subjektive Eindruck des Patienten aus zahnmedizinischer Sicht als sekundär angesehen wird, so zeigen doch die Erfahrungen aus der täglichen Praxis der zahnärztlichen Prophylaxe, dass dieser Einstellung der Patienten durchaus Rechnung zu tragen ist: Dentrifizien, die nicht akzeptabel schmecken, werden nur selten oder gar nicht verwendet.
VITIS gingival
Als Beispiele für Produkte zur häuslichen Mundhygiene, die bei ihrem oralen Einsatz eine für Patienten nahezu durchweg angenehme Geschmacksempfindung besitzen, aber dennoch durch ihre aktiven Inhaltsstoffe eine gezielte Reinigungs- sowie Schutzwirkung haben, lassen sich an dieser Stelle VITIS gingival Zahnpasta und VITIS gingival Mundspüllösung aufführen. In diesen Dentrifizien sind eine ganze Reihe von mundhygienisch und prophylaktisch wirksame Substanzen, die in ihrer Zusammenstellung – sowohl durch die Einzelwirkung der jeweiligen Substanz für sich als auch durch positive, sich ergänzende Wechselwirkungen derselben – nicht nur die Beseitigung des supragingivalen Biofilms effektiv bewerkstelligen, sondern auch die Neubildung organisierter Plaquebeläge verhindern helfen. Im Einzelnen sind diese Stoffe:
- Cetylpyridiniumchlorid (CPC): eine quartäre Ammoniumverbindung, welche als antiseptischer Wirkstoff im Mund- und Rachenraum zur Bekämpfung schädlicher Mikroorganismen eingesetzt wird, es hemmt die Plaquebildung und schütz so vor Zahnfleischentzündungen und kariösen Schäden
- Permethol: stärkt die Blutgefäße mit positivem Effekt auf die Erhaltung einer physiologisch gesunden Kapillarpermeabilität
- Provitamin B5 (Panthenol): entzündungshemmend, das Gingivagewebe kräftigend
- Zinklactat: adstringierende Eigenschaften, erhöht die Substantivität, also das Vermögen über längere Zeit im Mundraum verfügbar zu sein, von CPC und neutralisiert freie Schwefelverbindungen, womit es zu einem frischen Atem beiträgt
- Xylit: besitzt eine kariespräventive Eigenschaften
- Natriumfluorid: remineralisiert den Zahnschmelz und erhöht die Widerstandsfähigkeit der Zahnhartsubstanz gegenüber Säuren
Hervorzuheben ist bei dieser Auflistung, dass sowohl VITIS Zahnpasta als auch VITIS Mundspüllösung frei von Alkohol sind. Eine Tatsache, die bei Dentrifizien, welche Patienten für die häusliche Mundhygiene angeraten werden, auf jeden Fall Beachtung geschenkt werden sollte. Insbesondere bei Zahnpasten kann unerkannterweise Alkohol enthalten sein, was unter Umständen übersehen wird, wenn diese von Jugendlichen, Schwangeren oder Patienten, die mit Alkohol Probleme haben, verwendet werden. Der genauen Darstellung halber sei aufgezeigt, dass VITIS Zahnpasta kein Xylit enthält, VITIS Mundspülung kein Natriumfluorid, und, dass der RDA-Wert von VITIS Zahnpaste ca. 40 beträgt, womit diese Zahncreme sehr schonend für Zahnschmelz und Zahnbein ist.
Die „Mag ich – mag ich nicht“- Entscheidung
Es ist eine Tatsache, die jeder, der als zahnärztlicher Praktiker Erfahrung hat, kennt: Die Entscheidung des Patienten, sich mundhygienisch zielstrebig, erfolgsorientiert und langfristig zu engagieren, wird – gerade und vor allem im dringlich erforderlichen Falle – nicht immer rein der Vernunft gehorchend gefällt. Die Bereitschaft den Mundraum häufig und gründlich zu pflegen ist – wie schon erwähnt – auch ganz wesentlich davon abhängig, ob die besagten Hilfsmittel für die Mundpflege Anklang finden und gefallen. Der Weg der Entscheidungsfindung, soll heißen, die letztendliche Festlegung des Patienten,was er für seine häusliche Mundhygiene gebraucht, fällt – trotz aller begründeter fachlicher Beratung seitens professioneller zahnmedizinischer Dienstleister (Zahnarzt/Zahnärztin, Dentalhygieniker(in), Zahnmedizinische(r) Fachangestellte(r), – mehr oder weniger „aus dem Bauch heraus“. Dies hat zur Folge, dass gerade bei Zahnpasten und Mundspüllösungen wegen ihres Geschmackes und der begleitenden oralen Empfindungen oftmals eine „Mag ich – mag ich nicht“-Entscheidung zum Tragen kommt. Bei den hier beispielhaft vorgestellten Produkten verhält es sich erfreulicherweise so, dass sich die über die Akzeptanz oftmals entscheiden Eigenschaften, wie insbesondere:
- Geschmack und Geruch der Substanz(en),
- im Munde gefühlte Konsistenz (der Zahnpasta) und Viskosität (der Mundspüllösung),
- tatsächliche (physikalische bzw. chemische) Reinigungswirkung,
- subjektive orale Reizauslösungen (kein Brennen auf der Schleimhaut, kein „Zusammenziehen des Mundes“, keine späteren Beeinträchtigungen des Schmeckens usw.),
- Frischeempfinden nach Verwendung sowie
- spürbares Anhalten des Reinigungs- und Frischeempfindens sehr patienten- bzw. gebraucherfreundlich darstellen.
Aus der Lebensmittelindustrie ist bekannt, dass das gewünschte, respektive das vom Verbraucher erwartete „Mundgefühl“ einer Speise von sehr vielen sich ergänzenden Faktoren abhängig ist. Dieses „Mag ich“-Empfinden wird heutzutage durch eine ganze Reihe von „Tricks“ bei der Zusammenstellung von nicht selten zahlreichen künstlichen Inhaltsstoffen erzielt. – Bei Mundhygiene- Dentrifizien ist es bislang noch nicht so weit gekommen, dass hier die Akzeptanz eines Mittels ausschließlich durch die Zugabe einer Komposition von unterbewusst stimulierender Geschmacks- und Duftstoffe bestimmt werden soll. Im Vordergrund stehen bei diesen Produkten sicherlich die vorbeugend, reinigend und gesundheitlich wirksamen Inhaltsstoffe. Aber dennoch muss sich jedes Produkt zur Mundhygiene der vom Patienten früher oder später getroffenen „Mag ich – mag ich nicht“-Entscheidung stellen.
Resümé
Die vom Autor im Kontext dieser Abhandlung exemplarisch beschriebenen Produkte VITIS gingival Zahnpasta und VITIS gingival Mundspüllösung des spanischen Herstellers DENTAID aus Cerdanyola sind Bestandteil der in der eigenen zahnärztlichen Praxis angebotenen Produkte zur häuslichen Mundhygiene. Die positiv feststellbare objektive Wirkung auf die Zahn- und Mundgesundheit
dieser Dentrifizien deckt sich mit den subjektiven positiven Kommentaren der Patienten, welche diese Produkte einsetzen. Der angenehm frische, die Mundschleimhaut mild straffende, wohltuende Mundgefühleffekt der sich im Munde leicht dickflüssiger, und damit reinigungseffizienter anfühlenden VITIS gingival Mundspüllösung wird von allen Anwendern als sehr hygienisch mundgerecht empfunden. Die zusätzliche minzige, ins fein Süßliche gehende Note der VITIS gingival Mundspüllösung ist auch der VITIS gingival Zahnpasta eigen. Wobei diese eine sanft cremige Konsistenz aufweist, sich sehr gut auf den Zähnen verteilt und nicht belästigend im Mundraum schäumt. Um es abschließend zusammenfassend mit den Worten eines Patienten zu sagen: „Schmeckt lecker und man merkt trotzdem, dass da was wirkt …“
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