17. Februar 2010 in Kategorie: Zahnmedizin
Im Rahmen der IDS 2009 startete dank des Engagements von Prof. Dr. Asami Tanaka eine zukunftsweisende Initiative: Zahnärzte und Zahntechniker aus Wissenschaft, Praxis und Labor schlossen sich zum Arbeitskreis „Less Invasive Dentistry“ zusammen. Dr. Dunja Zimmermann ist Mitglied der Gruppe um Prof. Tanaka. Wir sprachen mit ihr über die Idee hinter der Initiative und die Vorteile für Unterstützer.
Interview mit: Dr.Dunja Zimmermann
Dental Barometer: Frau Dr. Zimmermann, Sie sind Mitglied des Arbeitskreises „Less Invasive Dentistry“. Welches Ziel verfolgt der Arbeitskreis?
Dr. Dunja Zimmermann: Wir erarbeiten praxisnahe Wege für eine zeitgemäße Zahnmedizin und wollen die Verbreitung von weniger invasiven Methoden in der restaurativen Zahnmedizin fördern. Zu diesem Zweck analysieren und bewerten wir im Arbeitskreis aktuelle Fallberichte, neue Ansätze, Produktentwicklungen und Studiendesigns. Anschließend werden diese bei den Unterstützern der Initiative zur Diskussion gestellt. Wir denken ebenso darüber nach, besondere Ideen in Zukunft auszuzeichnen. Schließlich gibt es viele Wissenschaftler und Praktiker, die sich mit der Idee „Less Invasive Dentistry“ auseinandersetzen. Deren Engagement sollte meines Erachtens stärker gewürdigt werden.
Dental Barometer: Was hat Sie dazu bewogen, Mitglied des Arbeitskreises zu werden?
Dr. Dunja Zimmermann: Meine berufliche Laufbahn habe ich in der präventiven und konservierenden Zahnmedizin begonnen. Von daher beschäftige ich mich schon lange mit der Erhaltung der Zahnsubstanz. Das Thema hat mich dann nicht mehr losgelassen. Ich bin der Überzeugung, dass gerade beim Beschleifen für Zahnersatz heute noch viel zu wenig substanzschonend vorgegangen wird. Als bei Tanaka die Idee entstand, einen Arbeits- und Qualitätszirkel zur Förderung der weniger invasiven Zahnheilkunde speziell im Bereich der restaurativen Zahnmedizin zu gründen, war ich natürlich sofort dabei.
Dental Barometer: Wann sind Sie zum ersten Mal mit den Konzepten von Prof. Tanaka in Berührung gekommen?
Dr. Dunja Zimmermann: Ich kenne Prof. Tanaka schon seit über zehn Jahren. Einer meiner Arbeitsschwerpunkte waren schon damals direkte Kompositrestaurationen – ein Fachgebiet mit dem sich auch Prof. Tanaka auseinandersetzt. So wurde ich zum ersten Mal auf seine Konzepte aufmerksam. Sein Engagement für Innovationen hat mich schon immer begeistert.
Dental Barometer: Man sagt Prof. Tanaka nach, Dinge aus anderen Perspektiven zu betrachten und dadurch Prozesse in der Zahnmedizin zu optimieren. Können Sie hierfür ein Beispiel geben?
Dr. Dunja Zimmermann: Das Veneer-Kronen- Konzept ist ein gutes Beispiel. Hier geht es um das Gesamtergebnis und das perfekte Zusammenspiel einzelner Prozesse und Produkte. Prof. Tanaka betrachtet Prozesse in der Zahnmedizin ganzheitlich, das ist charakteristisch für ihn. Nur dadurch entstehen auch diese bemerkenswerten Konzepte. Der Perspektivwechsel spielt bei Tanaka noch in anderer Hinsicht eine Rolle: Er betrachtet die Zahnmedizin immer zuerst aus der Sicht der Patienten.
Dental Barometer: Zahnärzte und Zahntechniker können Unterstützer der Idee „Less Invasive Dentistry“ werden und sich online unter tanaka.de registrieren. Welche Vorteile bietet dies den Unterstützern?
Dr. Dunja Zimmermann: Generell vertrauen Zahnärzte und Zahntechniker Materialien und Techniken, mit denen sie gute Erfahrungen gemacht haben. Da bin ich keine Ausnahme. Allerdings denke ich, dass man für Verbesserungen stets offen sein sollte. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Adhäsivtechnik: In diesem Bereich gibt es Methoden, die sich in anderen Ländern wie etwa den USA längst klinisch bewährt und etabliert haben. Mit der Initiative wollen wir solche Prozesse auch hier beschleunigen. Durch den Erfahrungsaustausch mit Kollegen und Wissenschaftlern in der Gruppe können die Unterstützer exklusiv von spannenden Ansätzen profitieren z. B. durch Fallberichte, die wir ihnen zur Verfügung stellen.
Informationen:
E-Mail:
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Internet: http://www.tanaka.de


