17. Mai 2011 in Kategorie: Aktuell

Am 31. Mai ist Welt-Nichtrauchertag. Der Aktionstag steht hierzulande unter dem Motto „Flickenteppich Deutschland – Was läuft schief beim Nichtraucherschutz?”. Denn je nach Bundesland sind die Rauchverbote noch immer unterschiedlich streng geregelt und oft wird einfach weiter gequalmt.

Patienten effektiv bei der Tabakentwöhnung unterstützen
Für Zahnärzte bietet der Welt-Nichtrauchertag mit seinen vielfältigen Diskussionen einen guten Anlass, Patienten zum Start in ein rauchfreies Leben zu motivieren. Bei der Raucherentwöhnung können Zahnärzte eine zentrale initiierende Rolle einnehmen, denn die rauchbedingte Gefährdung der Zähne bis hin zum Zahnverlust ist für viele Patienten greifbarer als andere mit dem Rauchen verbundene Gesundheitsrisiken. Das Programm EINFACH ERFOLGREICH RAUCHFREI bietet eine strukturierte, wissenschaftlich fundierte Raucherentwöhnung, die sich einfach in den Praxisalltag integrieren lässt.

Am 31. Mai 2011 jährt sich der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufene Welt-Nichtrauchertag zum 24. Mal. In diesem Jahr werden in Deutschland insbesondere die Bestimmungen zum Nichtraucherschutz diskutiert. Die Regelungen über Bundesgesetze sowie über die unterschiedlichen Nichtraucherschutzgesetze der Länder verursachen eine länderspezifisch unterschiedliche Handhabung. Zudem lassen die Verordnungen noch immer Schlupflöcher und Hintertürchen offen, um die Rauchverbote zu umgehen. Zwar wurden z.B. Zigaretten aus vielen öffentlichen Institutionen und Einrichtungen verbannt und die Tabakwerbung stärker reglementiert – dennoch darf mancherorts an Arbeitsplätzen und in gastronomischen Betrieben weitergequalmt werden.
Während in Bayern das Rauchen in der Gastronomie ausnahmslos verboten ist, wird in vielen anderen Bundesländern gestattet, baulich abgetrennte Raucherräume bereitzustellen. Kleine Wirtschaften unter 75 Quadratmetern können sogar als ”Raucherkneipe” gelten.
Im Bundesvergleich ist Nordrhein-Westfalen derzeit das Schlusslicht. Dort können Kneipen und Gaststätten nach wie vor pro forma als ”Raucherclubs” deklariert werden. Doch nicht nur das. Eine aktuelle Veröffentlichung des Deutschen Krebsforschungszentrums, Heidelberg, und der Verbraucherzentrale fasste zusammen, dass sich rund 92% der Gaststätten NRWs nicht an die gesetzlichen Vorschriften halten und weiterhin das uneingeschränkte Rauchen gestatten. Für einen effektiven Schutz der Bevölkerung vor den drastischen Gesundheitsfolgen des aktiven und passiven Rauchens gilt es deshalb, noch bestehende Gesetzeslücken zu schließen und die Umsetzung vor Ort strenger zu prüfen.

Zahnärztliche Beratung für einen erfolgreichen Rauchstopp

Der effektivste Schutz vor den negativen Folgen des Rauchens gerade auch für die Zahngesundheit ist es, das Nichtrauchen zu fördern. Denn Rauchen erschwert die erforderlichen Zahnbehandlungen durch eine verschlechterte Wundheilung und fördert Erkrankungen wie Parodontitis bis hin zum Zahnverlust – dieses betont auch die Bundeszahnärztekammer. Der Welt-Nichtrauchertag und die in diesem Rahmen stattfindenden Diskussionen bieten Zahnärzten einen gelungenen Anlass, um ihre Patienten auf den Rauchstopp anzusprechen. Aufgrund des besonderen Vertrauensverhältnisses und der engen Bindung können Zahnärzte aufhörwillige Raucher besonders effektiv bei der Raucherentwöhnung unterstützen: 76% der Erwachsenen gehen mindestens einmal pro Jahr zur zahnärztlichen Kontrolluntersuchung und durchschnittlich 90% der Patienten besuchen immer denselben Zahnarzt.1

Ein interdisziplinäres Ärzte-Team hat mit EINFACH ERFOLGREICH RAUCHFREI ein neues Programm zur Raucherentwöhnung in der Praxis entwickelt: Evidenzbasiert werden präzise Handlungsempfehlungen gegeben mit dem Ziel, Raucherentwöhnung einfach und erfolgsorientiert zu gestalten. Der Leitfaden steht Zahnärzten und Ärzten komplett mit allen Materialien zur strukturierten Therapie, inklusive Dokumentationsblättern und Informationen für den Patienten kostenlos auf www.einfach-erfolgreich-rauchfrei.de zum Download zur Verfügung oder können per Fax (09134/ 707 32 14) unter dem Stichwort „EINFACH ERFOLGREICH RAUCHFREI“ angefordert werden.

Effektive Hilfe – individuell abgestimmte Nicotinersatztherapie

In der Patientenberatung sollte eine klare Empfehlung für die Anwendung von Medikamenten zur Raucherentwöhnung erfolgen, um die Abstinenzraten zu erhöhen. Zur Anwendung kommt die Nicotinsubstitution beispielsweise in Form von NICORETTE-Produkten, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind. Sie sind abgestimmt auf die Höhe des Konsums (mehr oder weniger als 20 Zigaretten pro Tag) und das damit einhergehende unterschiedliche Rauchverhalten (regelmäßiges „Pegelrauchen“ oder eher unregelmäßiges „Spitzenrauchen“).

Neu in der Produktfamilie ist das NICORETTE Kaugummi whitemint. Es schmeckt extra frisch nach Minze. Die Geschmacksstoffe befinden sich dabei nicht nur im Kaugummikern, sondern auch in der Ummantelung. Der daraus resultierende extra frische und langanhaltende Geschmack fördert die Anwendung und Therapietreue. Ein weiteres Plus gerade für die Empfehlung in der zahnärztlichen Praxis: NICORETTE whitemint erhält das natürliche Weiß der Zähne. Dies geschieht über die mechanische Reinigung durch die Kaugummimasse. Darüber hinaus haben Inhaltsstoffe wie z.B. Xylitol auch kariesprophylaktische Eigenschaften.

Das NICORETTE TX Pflaster bietet eine Nicotindosierung, die optimal an den Nicotinbedarf regelmäßiger Raucher mit mittlerem (≤ 20 Zig./Tag) und starkem (> 20 Zig./Tag) Rauchkonsum angepasst ist. Das Matrixpflaster gibt Nicotin kontinuierlich und in kontrollierten Dosen über 16 Stunden während des Tages ab. In der höchsten Dosierung mit 25 mg werden wie auch beim Kaugummi 4mg bei starken Rauchern die Entzugssymptome in den ersten 4 Behandlungswochen signifikant reduziert. Der NICORETTE Inhaler ahmt die Hand-zu-Mund-Bewegung nach und beschäftigt die Hände. NICORETTE Microtab Sublingualtabletten lösen sich langsam unter der Zunge auf und sind somit besonders diskret in der Anwendung.

1Institut der Deutschen Zahnärzte (Hrsg.): Vierte Deutsche Mundgesund-heitsstudie (DMS IV). Köln 2006.
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