05. August 2010 in Kategorie: Aktuell
In der Fortbildungsveranstaltung „Dentinhypersensibilität“ informieren Sie Experten zu Klinik, Epidemiologie, Patientenwahrnehmung und Therapie schmerzempfindlicher Zähne. Im Fokus steht außerdem die neuartige PRO-ARGIN™ Technologie, die einfach und schnell in den Praxisablauf integrierbar ist und eine sofortige und anhaltende Schmerzlinderung ermöglicht.
Fortbildung: Dentinhypersensibilität
Schmerzlinderung während der Behandlung durch eine neuartige Technologie. Eine praxisorientierte Fortbildung für Zahnärzte, Zahnärztinnen und deren Teams
Dentinhypersensibilität – eine Herausforderung auch in Ihrer Praxis
Bis zu 30 % aller Patienten haben schmerzempfindliche Zähne. Ein großer Teil vermeidet deshalb notwendige Behandlungen durch den Zahnarzt oder das Prophylaxeteam, so z. B. auch die regelmäßige PZR. Auch werden die zahnärztliche Behandlung und die PZR durch den Patienten danach beurteilt, ob und zu welchem Grad sie schmerzhaft verlaufen sind. Eine komfortable Behandlung kommt deshalb sowohl dem Patienten als auch dem gesamten Praxisteam zu Gute. In der Fortbildungsveranstaltung „Dentinhypersensibilität“ informieren Sie Experten zu Klinik, Epidemiologie, Patientenwahrnehmung und Therapie schmerzempfindlicher Zähne. Im Fokus steht außerdem die neuartige PRO-ARGIN™ Technologie, die einfach und schnell in den Praxisablauf integrierbar ist und eine sofortige und anhaltende Schmerzlinderung ermöglicht.
Auftaktveranstaltung der Fortbildungsreihe am 21.7.2010 in Freiburg
Die Beiträge der Referenten:
Prof. Dr. Elmar Hellwig
Schmerzempfindliche Zähne – ein Problemfall für die Praxis?
Mit Dentinhypersensibilität (DHS) werden kurze, scharfe Schmerzen bezeichnet, die einem äußeren Reiz zugeordnet werden können und die keiner anderen Ursache als freiliegendem Dentin zugeordnet werden können. Da neben DHS auch andere Schmerzzustände im Mundbereich vorkommen können, sollte sie gegen Krankheitsbilder mit ähnlicher Symptomatik abgegrenzt werden. Die Entstehung von DHS ist multikausal und wird vor allem durch die einzelnen Komponenten Abrasion, Attrition, Abfraktion und Erosion bestimmt.
Die Schmerzentstehung im Dentin ist zwar abschließend noch nicht bewiesen, allerdings sind mit Brännströms Hydrodynamischer Theorie, die bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts beschrieben wurde, alle klinisch messbaren Phänomene erklärbar.
Betroffene Patienten leiden messbar unter einer Einschränkung ihrer Lebensqualität, was sich in der Angewöhnung von Vermeidungsstrategien äußert.
OA Dr. Markus Altenburger
Behandlungsmethoden – Gegenwart und Zukunft
Dentinhypersensibilität ist ein bekanntes und durchaus verbreitetes Problem unserer Patienten mit dem Zahnärzte in der Praxis konfrontiert sind. Bedenkt man allerdings, dass die Zahl der älteren Patienten, die aufgrund verbesserter Prophylaxe und Versorgung möglicherweise einen Großteil ihrer Zähne erhalten konnten, in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird, so kann man davon ausgehen, dass die Problematik der Dentinhypersensibilität eher zunehmen als abnehmen wird. Wir werden daher in Zukunft viel mehr mit der unangenehmen Schmerzsymptomatik der Dentinhypersensibilität konfrontiert sein, als dies derzeit der Fall ist. Entsprechend der Ätiologie der Dentinhypersensibilität stehen zahlreiche non-invasive und auch invasive Behandlungsoptionen zur Verfügung. Es wird ein Überblick über gängige, vor allem non-invasive Therapiemöglichkeiten gegeben. Weiterhin wird ein neuer Therapieansatz vorgestellt der im Rahmen der Behandlung der Dentinhypersensibilität einen anderen Weg einschlägt den betroffenen Patienten zu helfen.
Annette Schmidt
Anwendungsbeispiele aus dem Praxisalltag
Prophylaxe ist gemeinsame Aktivität für die Mundgesundheit: professionell in der Praxis und häuslich durch den Patienten. Was hindert Patienten, beide Blickwinkel konsequent umzusetzen? Der Markt bietet zahlreiche Produkte zur häuslichen Linderung schmerzempfindlicher Zahnhälse an: Was halten sie? Was versprechen sie? Die Alterspyramide in Deutschland steht Kopf. Unser Patientenklientel ist älter: Ihre Zähne weisen jahrzehntelang entstandene Gebrauchsspuren auf: Exponierte Wurzeloberflächen verursachen zuweilen stichartige Schmerzen. Was ist zu tun, um speziell für diese Patientengruppe die Prophylaxe Sitzung mit messbaren und positiv erlebbaren Gefühlen umzusetzen? Ein einprägsamer Ablaufplan einer strukturierten Prophylaxe Sitzung ist die Basis des Vortrages. Gibt es das Patentrezept für die eigene Praxis? Ein klares NEIN. Es gibt nur „patente Rezepte“: Die individuellen Bedürfnisse unserer Patienten haben stets Priorität. Eine risikoorientierte Behandlung, abgestimmt auf allgemeinmedizinische Gegebenheiten sowie klinische Situationen ist unsere Intention, ergänzt um Berücksichtigung motorischer und mentaler Voraussetzungen bei Empfehlungen für die häusliche Mundhygiene. Unser Ziel liegt auf der Hand: anhaltende Desensibilisierung – positiv erlebte gesundheitsfördernde Maßnahmen – Vertrauensaufbau und Patientenbindung!
Dr. Burkhard Selent
PRO-ARGIN™: Eine neuartige Technologie zur Schmerzlinderung
Es gilt heute als gesichert, dass Speichel vielfältige Funktionen bei der Verhinderung von Demineralisation und sogar beim Vorantreiben der Remineralisation hat. Diese Funktionen beinhalten u.a. das Abpuffern von Säuren mithilfe von Bikarbonat sowie die Verdünnung und Entfernung erosiver Stoffe. Es war die Tatsache, dass Speichel in Prozesse der Remineralisation eingreift, die zur Entwicklung einer neuen Technologie geführt haben. Die PRO-ARGIN™ Technologie basiert auf den natürlich im Speichel vorkommenden Substanzen Arginin und Calciumkarbonat die tief in die Dentintubuli eindringen und dort präzipitieren. Durch Messungen an rasterelektronischen Aufnahmen konnte dieser tiefe Verschluß bestätigt werden.
Im Jahr 2009 wurden zwei In-vivo-Studien veröffentlicht, die eine sofortige Wirksamkeit bei einmaliger Anwendung zeigen. Die Schmerzlinderung hält nach diesen Studien mindestens vier Wochen an. Mittlerweile existieren auch klinische Daten für die Anwendung einer Zahnpasta mit PRO-ARGIN™ Technologie. Patienten zeigten eine sofortige Schmerzlinderung nach einmaliger Anwendung, wenn die Paste eine Minute auf die schmerzempfindlichen Stellen einmassiert wurde. Bei Benutzung als reguläre Zahnpasta (2x täglich) ergab sich eine kontinuierliche Besserung der Symptome, die signifikant besser war, als bei der Kontrollgruppe, die eine kaliumhaltige Zahnpasta verwendet hatte.
Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Elmar Hellwig
Direktor der Abteilung für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie Universitätsklinikum Freiburg
- Mi. 21.07.2010 in Freiburg
- Mi. 29.09.2010 in Stuttgart
Prof. Dr. Hans-Jürgen Gülzow
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
- Fr. 10.09.2010 in Hamburg
- Fr. 29.10.2010 in Berlin
Prof. Dr. Thomas Hoffmann
Direktor der Poliklinik für Parodontologie Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden Präsident der DGZMK
- Mi. 22.09.2010 in Dresden
Prof. Dr. Werner Geurtsen
Direktor der Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und präventive Zahnheilkunde Medizinische Hochschule Hannover Präsident der DGZ
- Mi. 06.10.2010 in Hannover
Prof. Dr. Christof Dörfer
Direktor der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie Christian-Albrechts-Universität Kiel
- Fr. 19.11.2010 in Frankfurt
Prof. Dr. Stefan Zimmer
Dekan der Fakultät für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Universität Witten/Herdecke
- Fr. 24.11.2010 in Köln
Prof. Dr. Gottfried Schmalz
Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und
Parodontologie
Universitätsklinikum Regensburg
- Fr. 03.12.2010 in München
Die Referenten
Dr. Markus Altenburger (Universitätsklinikum Freiburg)
Oberarzt, Forschungsschwerpunkte im Bereich Zahnhartsubstanzdefekte und Remineralisation von Zahnhartsubstanzdefekten, zahlreiche internationale Publikationen.
PD Dr. Christian Gernhardt (Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg)
Stellvertretender Direktor und Oberarzt, jahrelange Forschungstätigkeit und Habilitation zur Desensibilisierung freiliegenden Dentins, zahlreiche internationale Publikationen.
Susanne Graack
Dentalhygienikerin, Leiterin des Lehrbetriebs des Norddeutschen Fortbildungsinstitutes, Hamburg, umfangreiche Lehrtätigkeiten bundesweit
Annette Schmidt
Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin, umfangreiche Lehrtätigkeit an europäischen Zahnärztekammern und deren Schulen, individuelle Trainings in Zahnarztpraxen, Praxistätigkeit
Weitere Termine der Fortbildung
- Mi. 21.07.2010, 17:00 – 20:00 – Freiburg
- Fr. 10.09.2010, 17:00 – 20:00 – Hamburg
- Mi. 22.09.2010, 17:00 – 20:00 – Dresden
- Mi. 29.09.2010, 17:00 – 20:00 – Stuttgart
- Mi. 06.10.2010, 17:00 – 20:00 – Hannover
- Fr. 29.10.2010, 17:00 – 20:00 – Berlin
- Fr. 19.11.2010, 17:00 – 20:00 – Frankfurt
- Mi. 24.11.2010, 17:00 – 20:00 – Köln
- Fr. 03.12.2010, 17:00 – 20:00 – München
Anmeldung
Online-Anmeldung
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Bitte das Anmeldeformular ausdrucken, ausfüllen und zurückschicken:
per Fax an: 06221 - 6499 7120
per Post im Sichtfensterumschlag an:
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Brückenstraße 28
69120 Heidelberg
Service-Hotline
06221 - 64 99 710
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